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Auswahl von Altpapierschnipseln für das Papierschöpfen zu Hause

Stellen Sie für Ihren ersten Schöpfansatz zu Hause die Pulpe aus sauberem, unbeschichtetem weißem Papier her und fügen Sie dann einen kleineren, sortierten Anteil an bunten Schnipseln hinzu, wenn Sie eine Tönung oder Sprenkel wünschen. Wählen Sie die Schnipsel passend zum gewünschten Bogen aus – glatt und hell für Journaling, sichtbar abwechslungsreich für Collagen – und entfernen Sie vor dem Einweichen Speisereste, Heftklammern, Plastik und andere papierfremde Teile. Dieser einfache Sortierschritt macht das Ergebnis berechenbarer und erspart Ihnen das Pürieren von Materialien, die sich nicht wie gewöhnliches Papier verhalten.

15. Oktober 20267 Min. LesezeitVon Metlivi Editorial Team
Abschnitt 1

Beginnen Sie mit einem verlässlichen Basispapier

Einfaches gebrauchtes Drucker- oder Kopierpapier ist ein praktischer Ausgangspunkt: Es ist leicht zu finden, und weiße Fasern lassen Spielraum für farbliche Akzente. Das Exploratorium empfiehlt gebrauchtes weißes Kopierpapier als Basis, während das Museum of Fine Arts Boston darauf hinweist, dass Zeichen-, Druckgrafik- und Aquarellpapiere gut funktionieren können, da ihre Fasern stark sind. Diese Künstlerpapiere hebt man sich vielleicht besser für einen Ansatz auf, bei dem gezielt eine robustere Haptik gewünscht ist; für alltägliche Experimente sind sauberes Büropapier und alte Notizen eine vernünftige Grundlage. Exploratorium, „Handmade Paper“; Museum of Fine Arts Boston, „Handmade Paper“

Entscheiden Sie vor dem Zerreißen, ob das fertige Papier beschreibbar sein soll oder hauptsächlich als optische Oberfläche dient. Eine relativ einheitliche Basis bietet Ihnen einen nützlichen Vergleichswert, wenn dies Ihr erster Durchgang ist. Vielfältigere Faserquellen können zwar Struktur verleihen, machen das Ergebnis aber auch schwerer vorhersehbar. Halten Sie den ersten Ansatz einfach, wenn Sie erst einmal kennenlernen möchten, was Ihr Schöpfrahmen, Ihre Pulpedicke und Ihre Pressmethode bewirken.

Abschnitt 2

Farbschnipsel nach der gewünschten Optik sortieren

Buntes Tonpapier, farbiges Büropapier und unbeschichtetes Geschenkpapier sind eine gute Wahl, wenn die Farbe den gesamten Bogen durchdringen soll. Das Exploratorium empfiehlt, mit etwa vier Teilen weißem Papier auf einen Teil buntes Papier zu beginnen, wobei das bunte Papier separat eingeweicht wird. Betrachten Sie dies als Ausgangsrezept, nicht als starre Regel: Helle Schnipsel ergeben unter Umständen nur eine zarte Tönung, während ein kräftig gefärbter Anteil eine kleine Menge weißer Basis dominieren kann. Exploratorium, „Handmade Paper“

Wenn Sie einen hellen Hintergrund mit vereinzelten Akzenten wünschen, halten Sie den Anteil des farbigen Materials gering und geben Sie es nach und nach hinzu. Wenn Sie einen kräftiger gefärbten Bogen möchten, erhöhen Sie den Farbanteil zunächst in einer kleinen Testmenge, bevor Sie die gesamte Wanne anmischen. Trennen Sie die Farben vor dem Einweichen, wenn Sie verschiedene Optionen behalten möchten; haben sich unterschiedliche Farbstoffe und Tinten erst einmal in der Pulpe vermischt, lassen sie sich nicht mehr zuverlässig trennen. Dieser Ansatz mit kleinen Tests ist eine redaktionelle Empfehlung, die auf der belegten Tatsache beruht, dass Papiersorte und -farbe das Aussehen des getrockneten Bogens beeinflussen. Museum of Fine Arts Boston, „Handmade Paper“

Abschnitt 3

Bedruckte und glänzende Schnipsel gezielt einsetzen

Alte Notizen, Druckerpapier, Zeitschriften, geschreddertes Papier und Wurfsendungen können laut MFA alle für das Papierschöpfen zu Hause verwendet werden. Doch nur weil ein Material nutzbar ist, bedeutet das nicht, dass es dieselbe Farbe oder Oberfläche liefert wie einfaches Büropapier. Für ein ruhigeres, berechenbareres Ergebnis sollten Sie unbeschichtetem Papier den Vorzug geben; heben Sie sich bedruckte oder glänzend wirkende Schnipsel für einen kleinen Akzenttest auf. Das Exploratorium rät davon ab, Zeitungspapier und Glanzpapier als Basis zu verwenden, weist aber darauf hin, dass glänzendes, buntes Zeitschriftenpapier in kleinen Mengen für Akzente genutzt werden kann. Museum of Fine Arts Boston, „Handmade Paper“; Exploratorium, „Handmade Paper“

Setzen Sie gewöhnlichen Druck oder Tinte nicht mit einer Kunststoffbeschichtung gleich. Die Freie Universität Berlin unterscheidet zwischen bedrucktem Papier, das recycelt werden kann, und beschichteten oder Verbundpapieren, die für die Altpapiertonne ungeeignet sind. Verlassen Sie sich bei Pulpe für zu Hause auf Ihr Urteil bezüglich sichtbarer Folien oder laminierter Schichten: Weist ein Schnipsel eine glänzende, plastikartige Oberfläche, eine Metallfolienschicht oder mehrere verbundene Materialien auf, sortieren Sie ihn aus. Freie Universität Berlin, „Beschichtetes Papier“

Abschnitt 4

Verschmutzte oder schwer aufzuschließende Stücke weglassen

Sortieren Sie Papier aus, das mit Lebensmitteln in Berührung gekommen ist, fettige oder schmutzige Verpackungen, Heftklammern, Sichtfenster aus Kunststoff, Klebeband und Buchbindungen. Das MFA rät ausdrücklich davon ab, Papier zu verwenden, das mit Lebensmitteln in Kontakt war, und empfiehlt, Heftklammern, Kunststoff und geleimte Kanten vor dem Aufschlagen zu entfernen. Für den Hausgebrauch ist dies auch eine praktische Möglichkeit zu verhindern, dass unerwünschte Partikel auf dem Sieb landen oder in einem neuen Bogen eingebettet werden. Museum of Fine Arts Boston, „Handmade Paper“

Ein schnelles Vorsortieren von Hand bewährt sich: Machen Sie einen Stapel für die Basis, einen für Farbe oder Akzente und einen für den Ausschuss. Entfernen Sie Büroklammern sowie Klebeetiketten und prüfen Sie Briefumschläge oder Verpackungen auf Plastikfenster. Wenn Sie sich bei einem Material unsicher sind, lassen Sie es bei diesem Durchgang lieber weg, statt zu raten; es lohnt sich nicht, wegen eines zweifelhaften Schnipsels eine ganze Wanne Pulpe zu riskieren.

Abschnitt 5

Schnipsel auf das gewünschte Endprodukt abstimmen

Für Journal-Seiten wählen Sie überwiegend weißes oder dezent gefärbtes Büropapier und vermeiden Sie zu viele verschiedene Quellen. Handgeschöpfte Bögen variieren naturgemäß, und das MFA weist darauf hin, dass sowohl Papiersorte als auch Farbe das Aussehen und die Haptik des fertigen Papiers beeinflussen. Wenn Sie das Ergebnis beschreiben möchten, lässt sich eine einheitliche Basis leichter beurteilen als eine Mischung aus Glanzpapier, Seidenpapier und schwerem Karton. Museum of Fine Arts Boston, „Handmade Paper“

Für Collagen, Geschenkanhänger oder dekorative Bögen dürfen Sie experimentierfreudiger sein: Geben Sie kleine Mengen buntes Papier oder bedrucktes Material hinzu, um optische Akzente zu setzen. Wenn Sie getrocknete Blumen, Blätter, Gras, Fäden oder ähnliche Oberflächendetails einarbeiten möchten, beschreibt das MFA, wie diese nach dem Schöpfen des Bogens in die noch feuchte Pulpe gedrückt werden. Halten Sie solche Zusätze von Ihrem Papierfaserstapel getrennt, damit die Hauptmasse leicht zu pürieren und zu formen bleibt. Museum of Fine Arts Boston, „Handmade Paper“

Abschnitt 6

Vor dem eigentlichen Ansatz einen kleinen Test durchführen

Ein kurzer Test beantwortet die wichtigste Frage: Wie sieht diese Kombination nach dem Trocknen aus? Reißen Sie eine kleine Probe von der Basis und den bunten Schnipseln ab und halten Sie die Teile getrennt. Das MFA empfiehlt, Recyclingpapier in etwa daumengroße Stücke (ca. 2,5 cm) zu reißen und nach Möglichkeit einige Stunden oder über Nacht einzuweichen. Weichen Sie verschiedene Farben separat ein, pürieren Sie sie dann und schöpfen Sie einen kleinen Bogen oder ein Testmuster. Museum of Fine Arts Boston, „Handmade Paper“

Notieren Sie sich die Mischung in einfachen Worten – zum Beispiel „überwiegend weißes Büropapier mit einer kleinen Handvoll blauem Tonpapier“ – und prüfen Sie die getrocknete Probe auf Farbe, sichtbare Fragmente und Haptik. Fällt das Ergebnis zu dunkel aus, reduzieren Sie den Farbanteil. Wirkt es für eine Collage zu gleichförmig, geben Sie etwas mehr kontrastierende Schnipsel hinzu. Dies ist eine praktische Vergleichsmethode und kein Versprechen, dass ein bestimmtes Mischungsverhältnis exakt diesen Farbton hervorbringt: Papierfarben, Tinten und die Zubereitung variieren.

Abschnitt 7

Eine abschließende Checkliste zum Sortieren

Prüfen Sie vor dem Einweichen des Ansatzes, ob Sie eine saubere Faserbasis haben, ob bunte Schnipsel nach Farbtönen getrennt sind und keine sichtbaren Speisereste, Heftklammern, Kunststoffe, Folien, Klebebänder oder laminierten Teile enthalten sind. Beschränken Sie glänzendes Zeitschriftenpapier auf eine kleine Testmenge und bevorzugen Sie einfache, unbeschichtete Stücke, wenn das Ergebnis berechenbar sein soll. Für den ersten Durchgang bietet Ihnen eine Basis aus weißem Papier mit einer maßvollen Farbbeigabe den nötigen Spielraum, um zu lernen, wie sich die gewählten Schnipsel im fertigen Bogen verhalten.

Das eigentliche Ziel besteht nicht darin, eine perfekte, allgemeingültige Schnipselliste zu finden; es geht darum, das Papier passend zur geplanten Seite auszuwählen, Fremdstoffe aus der Pulpe zu entfernen und unsichere Farben oder Oberflächen vor der eigentlichen Produktion zu testen. Sobald Sie wissen, wie Ihre eigene Mischung nach dem Trocknen wirkt, können Sie diese Kombination als verlässlichen Ausgangspunkt für künftige Journal- oder kreative Papierprojekte festhalten.

Abschnitt 8

Quellen

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